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Fachinformatiker / Fachinformatikerin: Ausbildung und Berufsalltag (DFS Deutsche Flugsicherung Langen)

Der Jobreport - mit Jobinterview und JOEYJobtest und Video

Das Bild vom schüchternen Brillenträger, der den ganzen Tag unverständliche Daten in seinen PC tippt, oder ständig nur auf Knien unter den Mitarbeiterschreibtischen herumrutscht und Kabel ordnet, ist mittlerweile überholt. Fachinformatiker verbinden in ihrer Tätigkeit Technik und Wirtschaft, Programmieren und Kundenkontakt sowie Systemanalyse und Marketing und sind damit wahre Allroundtalente.

[Bild 987]

Die Ausbildung bei der  DFS (Deutsche Flugsicherung GmbH) in Langen gestaltet sich in etwa wie folgt - dort  kann man den Beruf des Fachinformatikers / der Fachinformatikerin in den beiden Fachrichtungen Anwendungsentwicklung und Systemintegration erlernen.

Die Ausbildung dieses Berufsbildes ist mit vielen Rechercheabschnitten und Theorieteilen versetzt, ein typischer Ausbildungsverlauf bei der DFS sieht folgendermaßen aus.

Die Gestaltung der einzelnen Ausbildungsabschnitte ist abhängig von der gewählten Fachrichtung. In der Anwendungsentwicklung ist es meist so, dass für einen bestimmten Teil der Ausbildung je eine Programmiersprache vorgesehen ist. So lernt man im ersten Ausbildungsjahr Visual Basic bzw. VBA Programmierung und im zweiten Ausbildungsjahr ABAP ? Programmierung, später dann Java-Programmierung, gefolgt von C-Programmierung.

[Bild 987:r]Aufgaben die von dem Ausbilder gestellt werden, werden anfangs hauptsächlich mit Hilfe von Büchern bearbeitet, um sich die Grundlagen anzueignen. Erst Theorie, gefolgt von praktischen Beispielen zu den jeweiligen Kapiteln. Im Laufe der Zeit werden die Bücher nur noch als Referenzen genutzt und die Programme werden in ihrer Größe und ihrem Schwierigkeitsgrad umfangreicher.

Von der Struktur und vom Aufbau her sind die einzelnen Programmiersprachen untereinander ziemlich ähnlich, sie unterscheiden sich in Syntax (= Regel einer Zeichenfolge) und Entwicklungsumgebung, doch wenn man erst einmal ein paar gelernt hat, fällt es einem um einiges leichter, wiederum eine neue zu erlernen.

Die Arbeit eines Fachinformatikers im Bereich Anwendungsentwicklung beschränkt sich hauptsächlich auf die Programmierung, allerdings werden auch sehr viele Themen in der Berufsschule durchgenommen. Dort liegen z.B. im ersten Lehrjahr die Schwerpunkte auf C-Programmierung, Access, Hardwarespezifikationen, aber auch  kaufmännischen Fächern wie Buchführung, Marketing und Politik.

Projekte werden entweder zu Hause oder in der Firma bearbeitet. Ein erst kürzlich durchgeführtes Projekt war z.B. die Entwicklung einer Datenbank. Aber auch ein Firmenprofil (Normstrategien, Markterschließungsarten, Unternehmensbeschreibung und Chronik) musste unter anderem erstellt werden.

Die beiden Fachrichtungen Anwendungsentwicklung und Systemintegration sind sich im ersten Ausbildungsjahr sehr ähnlich. Erst im zweiten Ausbildungsjahr teilen sich die Fachrichtungen in ihre jeweiligen Fachbereiche.

Fachinformatiker in der Systemintegration fangen im zweiten Ausbildungsjahr z.B. damit an, einen Novell-Server aufzusetzen (dient der Vernetzung von PCs und stellt z.B. Daten und Speicherplatz zentral zur Verfügung), Clients auf Workstations (= Arbeitsplatzcomputern) zu installieren, Benutzer anzulegen, bzw. zu verwalten und Datensicherungen zu erstellen, sowie verschiedene Server zu konfigurieren (= einstellen von Eigenschaften).

Im dritten Lehrjahr erwartet die Fachinformatiker im Bereich Systemintegration der Einsatz in den jeweiligen Fachbereichen zur Benutzerbetreuung bzw. Support, Einrichtung von Netzwerken, etc.

Unternehmensphilosophie


Geschäft

Die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH mit Sitz im hessischen Langen ist für die Flugverkehrskontrolle in Deutschland zuständig. Die DFS ist ein privatrechtlich organisiertes Unternehmen, das zu 100 Prozent dem Bund gehört. Das Unternehmen wurde im Januar 1993 gegründet und löste damit die Bundesanstalt für Flugsicherung als Instanz der Kontrolle des Flugverkehrs in Deutschland ab. Dafür hatte der Deutsche Bundestag das Grundgesetz sowie das Luftverkehrsgesetz geändert.

Zivile und militärische Fluglotsen arbeiten in Deutschland gemeinsam unter einem Dach. Seit 1994 kontrolliert die DFS nicht nur die zivile Luftfahrt, sondern ist in Friedenszeiten auch für die Abwicklung des militärischen Luftverkehrs zuständig. Davon ausgenommen sind lediglich die Militärflughäfen.

Insgesamt ist die DFS bundesweit an 16 internationalen Flughäfen und über die Tochterfirma The Tower Company an neun Regionalflughäfen vertreten, wobei die Flugsicherung in den Towern und Kontrollzentralen zum Kerngeschäft gehört.

Geschichte

Über drei Millionen Flugzeuge starten, landen und überfliegen Deutschland jährlich. Für Sicherheit und Pünktlichkeit sorgt dabei seit mehr als 50 Jahren die deutsche Flugsicherung.
Die wichtigsten Daten auf einen Blick:

1953: Die Bundesanstalt für Flugsicherung wird gegründet.

1973: Ein Bummelstreik der Lotsen beeinträchtigt den Flugverkehr massiv.

1993: Organisationsprivatisierung: Aus der Bundesbehörde wird die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH.

2000: Eagle Award: Die DFS wird von der Organisation der internationalen Fluggesellschaften für ihre Leistung ausgezeichnet.

2003: Doppeljubiläum: 50 Jahre deutsche Flugsicherung und zehn Jahre DFS.

Ausbildung

Es handelt sich um eine staatlich anerkannte duale Ausbildung nach dem Berufsbildungsgesetz. Gelernt wird überwiegend im Betrieb und in der Berufsschule.

Die Ausbildung dauert 3 Jahre.

Im ersten und zweiten Ausbildungsjahr lernt ihr z.B.:

Grundlagen über Systemarchitektur, Hardware, Betriebssysteme und Anwendungssoftware. In der Berufsschule stehen u.a. Geschäftsprozesse und betriebliche Organisation und Markt- und Kundenbeziehungen auf dem Plan.

Im dritten Lehrjahr

werden die Kenntnisse der ersten beiden Lehrjahre vertieft.
Zudem lernt ihr im Betrieb z.B. die Planung, Durchführung und Kontrolle von Projekten, und in der Berufsschule Rechnungswesen und Controlling

Ausbildungsvergütung

keine Angaben!

Quelle und weitere Informationen:

Berufenet des Arbeitsamts Fachinformatiker (Anwendungsentwicklung)

Berufenet des Arbeitsamts Fachinformatiker (Systemintegration)

6

Fachinformatiker / Fachinformatikerin: Aufgaben und Tätigkeiten

Aufgaben in der Anwendungsentwicklung

  • Erarbeiten komplexer Softwarelösungen für Kunden im gesamten Bereich der aktuellen Informations- und Telekommunikationstechnologien in technischen, mathematisch- naturwissenschaftlichen oder kaufmännischen Anwendungsschwerpunkten bis hin zu Multimedia-Anwendungen und Expertensystemen, zum Beispiel:
  • Leiten von Projekten zur Entwicklung kundenspezifischer Anwendungslösungen in kaufmännischer, technischer und organisatorischer Hinsicht, im jeweiligen Einsatzgebiet (kaufmännische, technische oder mathematisch-wissenschaftliche Systeme, Experten- oder Multimedia-Systeme) einschließlich der Qualitätssicherung
  • Beobachten des Marktes für IT-Technologien und -Systeme, Hard- und Softwareprodukte

Aufgaben in der Systemintegration

  • Planen und Realisieren kundenspezifischer IT-Lösungen durch Integration von Hard- und Software-Komponenten zu komplexen (vernetzten und unvernetzten) Systemen, wie Client/Server-Systeme, Mehrbenutzersysteme, Großrechnersysteme, je nach Ausprägung im Bereich
  • Installieren und Konfigurieren, Einrichten (entsprechend den Kundenanforderungen), Inbetriebnehmen und Pflegen komplexer IT-Systeme bei internen oder externen Kunden
  • Systematisches Eingrenzen und Beheben auftretender Störungen unter Einsatz moderner Experten- und Diagnosesysteme
  • Verwalten und Betreiben (als Dienstleister) von IT-Systemen im eigenen Haus oder beim Kunden
  • Leiten von Projekten zur Konzeption, Installation, Erweiterung und Betreuung von Rechnersystemen oder -netzen verschiedenster Größe, einschließlich Geräte, Betriebssystemen, Systemsoftware, im jeweiligen Einsatzgebiet (Rechenzentren, Netzwerke, Client/Server, Festnetze oder Funknetze):
  • Beobachten des Marktes für IT-Technologien und -Systeme, Hard- und Softwareprodukte

Video:

Hier kannst du testen, ob das der richtige Beruf für dich sein könnte.


Kurz zusammengefasst:

Was der JOEYJobtest kann: Der JOEYJobtest fasst, anhand von ca. 40-45 von dir beantworteten Fragen, deine Selbsteinschätzung zu deiner Eignung und Neigung zu einem Beruf zusammen, wertet diese aus und gibt dir über ein Sofortergebnis am Bildschirm Impulse, entweder weiterzumachen oder dich vielleicht anders zu orientieren.


Die Testfragen sind mit vielen Beispielen belegt, dadurch erhältst du auch auf diesem Wege Informationen zum Beruf.

Was der JOEYJobtest nicht kann: Der JOEYJobtest ist kein (tiefen-) psychologischer Test und kein Wissenstest und nicht gleichzusetzen mit Einstellungstests von Unternehmen/ Einrichtungen!

Bist du an weiterführenden psychologischen/ wissenschaftlichen (i.d.R. kostenpflichtigen) Tests interessiert, findest du hier Informationen dazu:

http://www.boyng.de/5390 „Berufseignungs- und Interessentests im Internet oder unter http://www.boyng.de/5904 „Eignungs- und Berufseinstellungstests: Mit welchen Büchern du dich vorbereiten kannst"

Weitere Informationen zum JOEYJobtest findest du am Anfang von jedem Test.

Unsere Empfehlung in der Berufsorientierung lautet:

Stufe 1 - Die Theorie

  • Informiere dich
  • Teste dich
  • Sprich mit anderen über deine Vorstellungen
  • Nimm Beratung in Anspruch

Stufe 2 - Die Praxis

  • Geh zu Führungen, Schnuppertagen, Infotagen, Tagen der offenen Tür in Unternehmen/ Einrichtungen
  • Beteilige dich an Projektwochen
  • Bewirb dich für ein Praktikum

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