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Informatiker / Informatikerin (Bachelor): Ausbildung/Studium und Berufsalltag (HSE Darmstadt)

Der Jobreport - Mit Jobinterview und JOEYJobtest

HSE Logo

Praxisnähe aber gleichzeitig fundierte Kenntnisse in der Informatik bietet der Studiengang Informatik (Bachelor) in Kooperation mit einem Unternehmen an. Informatiker sind eine wichtige Stütze für ein Unternehmen, da sie Spezialisten für internen und externen softwarespezifischen Lösungen sind. Wer sich also für Informatik (insbesondere für Programmierarbeit) aber auch für die Mathematik interessiert, ist bei dem Studiengang "Informatik (Bachelor)" bestens aufgehoben.

Interview mit Matthias Benz (Informatiker) über den Berufsalltag:

Im Allgemeinen läuft mein Arbeitsalltag als Informatiker bei der HSE folgendermaßen ab:

Morgens steht ein Meeting an, bei dem mir der Fachbereichsleiter der Controlling-Abteilung schildert, welche Probleme die Anwender bei der Programmanwendung haben.

Ein Problem könnte beispielsweise sein, dass dem Anwender die Benutzeroberfläche eines Programms nicht gefallen könnte, oder in einem SAP-Bericht fehlen Daten, die der Anwender gerne verwenden würde. Auch ist es so, dass Berichte, die in einer Datenbank halbautomatisch erstellt werden sehr zeitaufwendig sind und den Arbeitsablauf erschweren. 

Ich fertige daraufhin einen ersten Entwurf an und setze mich mit den Anwendern in Verbindung. Der erste Entwurf ist wichtig, damit ich den Anwender über die Fortschritte der Fehlerlösung informieren kann.

Am Arbeitsplatz
Die Kommunikation mit dem Anwender ist also sehr wichtig, denn ich muss wissen, ob er zufrieden ist oder noch andere Daten benötigt. Auch ist es wichtig zu erfahren, welche Anforderungen der Anwender an ein Programm hat.

Vormittags erstelle ich dann automatische Berichte, d.h. die Arbeit wird für den Anwender erleichtert und der Arbeitsfluss wird verkürzt. 
Diese Änderungen erstelle ich mit Hilfe eines CRM-Systems (Customer Relation Managment), d.h. es können in einer Datenbank Datenfelder hinzugefügt werden, die ganz individuell auf den Anwender zugeschnitten sind.
Für dieses kleinere Projekt benötige ich etwa 4-5 Wochen. Während des Projektes verwende ich kein Pflichtenheft.

Während der Entwicklungsphase halte ich oft Rücksprache mit den Anwendern und die nächsten Schritte werden geklärt. Falls es noch Änderungsvorschläge gibt, nehme ich diese Anregung auf.

Bei kleineren Projekten wie z.B. bei der Erstellung von Verbesserungen bei einer Gehaltsliste arbeite ich meist alleine, bei größeren Projekten wie beispielsweise der Umstellung auf ein neues Betriebssystem arbeite ich im Team. Das heißt, hier ist die Teamfähigkeit und die Kommunikationsfähigkeit gefragt.


Ich hoffe, ich konnte euch einen ersten Einblick in das Berufsleben eines Informatikers geben.


Unternehmensprofil


Die HEAG Südhessische Energie AG ist der größte eigenständige Dienstleister für Energie, Wasser und Entsorgung im Rhein-Main-Neckar-Raum. Die HSE ist für den Bau und Betrieb der Strom-, Gas- und Wassernetze sowie großtechnischer Anlagen wie dem Darmstädter Müllheizkraftwerk, mehrerer Heizkraftwerke und zweier Klärwerke in Darmstadt zuständig.

Gründung: Oktober 2003
Vorstand: Dipl.-Kaufmann Albert Filbert, Dr.-Ing. Ulrich Wawrzik
Mitarbeiterzahl: 1065
Auszubildende: 64

Link zum HSE-Unternehmensfilm

http://www.hse.ag/index.php?uid=313 

Die Vorteile dieses Studiengangs sind

:

  •  kurze Studiendauer von lediglich 7 Semestern einschließlich einem berufsqualifizierendem Abschluss
  • hohe Praxiserfahrung der Studierenden, durch 3 Praxissemester während des Studiums d.h. eigene Projektarbeit möglich durch längere Anwesenheit im Unternehmen
  • verringerte Einarbeitungszeit beim späteren Berufseinstieg, dadurch Kostenersparnisse für Unternehmen
  • Internationale Anerkennung des Bachelor-Abschlusses
  • Weiterführender Masterabschluss
  • festes Gehalt während der gesamten Studiendauer
  • „Studentenstatus“, trotz Einkommens –  beispielsweise Benutzung des Semestertickets und andere Annehmlichkeiten der FHD-Studenten 

Nachteile gibt es eigentlich keine, außer dass man eben auf das „typische“ Studentenleben verzichten muss.

Informatik (Bachelor) ist ein kooperativer und berufsintegrierender Hochschulstudiengang der FH Darmstadt. Die Grundvoraussetzungen für diesen Studiengang sind zum einen die Hochschulzugangsberechtigung (Allg. Hochschulreife oder Fachhochschulreife) und zum anderen ein Studien(Ausbildungs-)vertrag mit einem Unternehmen. Das ist wichtig, da es sich hierbei ja um einen kooperativen Studiengang handelt. Das heißt, man arbeitet in den Praxissemestern in dem Unternehmen, mit dem ein Studienvertrag abgeschlossen wurde.

Mögliche Studieninhalte dieses Bachelor-Studienganges:

 Erster Studienabschnitt

1. Semester

  • Studieneinführung/Praxiskontakte
  • Informatik im Unternehmen
  • Analysis
  • Lineare Algebra I
  • Computernetze I
  • Digitaltechnik I
  • Programmieren I
  • Rechnergrundlagen
  • Sozial- und Kulturwissenschaften/Methoden und Techniken wissenschaftlichen Arbeitens I

2. Semester

  • Mikroprozessorsysteme I
  • Datenbanken I
  • Softwaretechnik I
  • Computernetze II
  • Programmieren II
  • Lineare Algebra II
  • Numerische Mathematik
  • Sozial- und Kulturwissenschaften/Methoden und Techniken wissenschaftlichen Arbeitens II

3. Semester

  • Entwicklung webbasierter Anwendungen
  • Entwurf und Realisierung von graphischen Oberflächen
  • Datenbanken II
  • Softwaretechnik II
  • Praxisprojekt I mit Partnerunternehmen

4. Semester

  • Teamverhalten, Gesprächs- und Verhandlungsführung
  • Betriebssysteme
  • Grundlagen der Theoretischen Informatik
  • Betriebswirtschaft
  • Verteilte Systeme
  • Vertiefungsschwerpunkt TK-Informatik:
  • Digitaltechnik II
  • Mikroprozessorsysteme II
  • Vertiefungsschwerpunkt Wirtschaftsinformatik:
  • Data Warehouse

 Zweiter Studienabschnitt

5. Semester

  • Intensivkurs Projektmanagement mit Praxisanteil in Form von Fallbeispielen, Simulationen und Nutzung von Projektmanagementwerkzeugen
  • Praxisprojekt II mit Partnerunternehmen

6. Semester

  • Datenschutz
  • Informatik und Gesellschaft
  • Vertiefungsschwerpunkt TK-Informatik:
  • Telekommunikationstechnik
  • Vertiefungsschwerpunkt Wirtschaftsinformatik:
  • Prozess- und Systemintegration
  • Zusätzlich müssen Wahlpflichtfächer aus dem Informatik-Wahlpflichtkatalog belegt werden (Auszug, variieren semesterweise):
  • 2D- und 3D-Interpolationsverfahren in der rechnergestützten Konstruktion
  • 2D- und 3D-Grafik in Java
  • Aufwand- und Kostenschätzung von IT-Projekten
  • Digitale Videotechnik
  • Vorgehensmodelle für Internetapplikationen
  • Analyse und Modellierung von Informationssysteme
  • XML
  • Workflowmanagement
  • Kommunikationsprotokolle in der Automatisierungstechnik
  • Hardware-Programmierung
  • Systemprogrammierung mit Perl
  • Softwareentwicklung mit C# und .NET
  • Simulation von Robotersystemen
  • Paralleldatenverarbeitung
  • Kryptographische Protokolle und Public Key Infrastrukturen
  • Mobilkommunikation
  • Neue Medien - Vertrieb und Marketing
  • Produktdatenmodellierung in der Praxis
  • Wireless Java
  • Präsentationstechniken in der Informatik
  • Gesprächs- und Verhandlungsführung
  • E-Commerce
  • Multimedia & Security
  • Bildungsmarketing und Weiterbildungsdatenbanken
  • IT-Sicherheit
  • Betrieb von Rechenzentren
  • Qualitätssicherung
  • Internetbasierte Datennetzwerke
  • Grundlagen Neuronaler Netze

7. Semester

  • Abschließendes Praxisprojekt und Bachelor-Arbeit an einer betrieblichen Aufgabenstellung mit Präsentation und Kolloqium

Quelle: http://www.kosi.fh-darmstadt.de/

Weitere Informationen zum Studiengang "Informatik" an der Fachhochschule:

http://www.fh-coburg.de/stg_in_i.html

http://wanda.fh-aargau.ch/doz/gutknech/infofh.html

http://www.in.fh-merseburg.de/fb1/tomcon/

Matthias Benz: "Der Beruf des Informatikers ist genau das, was ich nach dem Studium machen wollte und entspricht voll und ganz meinen Vorstellungen. Da ich mich nicht nur auf die reine Programmierarbeit beschränken wollte und auch viel Wert Kommunikation lege, ist die Arbeit bei der HSE AG ideal."

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Informatiker / Informatikerin (Bachelor): Aufgaben und Tätigkeiten

Der Studiengang Informatik (Bachelor) wurde erstmals 1999 angeboten und die Regelstudienzeit beträgt 7 Semester. Insgesamt absolviert man drei Praxissemester, mit dem Ziel die theoretischen Kenntnisse, die an der FH Darmstadt gelehrt wurden, in die Praxis umzusetzen. In den Praxisphasen habe ich beispielsweise unter anderem ein vorhandenes Betriebssystem auf ein neues Betriebssystems umgestellt und anschließend getestet, ob alle Programme unter dem neuen Betriebssystem reibungslos laufen.

Hier kannst du testen, ob das der richtige Beruf für dich sein könnte.


Kurz zusammengefasst:

Was der JOEYJobtest kann: Der JOEYJobtest fasst, anhand von ca. 40-45 von dir beantworteten Fragen, deine Selbsteinschätzung zu deiner Eignung und Neigung zu einem Beruf zusammen, wertet diese aus und gibt dir über ein Sofortergebnis am Bildschirm Impulse, entweder weiterzumachen oder dich vielleicht anders zu orientieren.


Die Testfragen sind mit vielen Beispielen belegt, dadurch erhältst du auch auf diesem Wege Informationen zum Beruf.

Was der JOEYJobtest nicht kann: Der JOEYJobtest ist kein (tiefen-) psychologischer Test und kein Wissenstest und nicht gleichzusetzen mit Einstellungstests von Unternehmen/ Einrichtungen!

Bist du an weiterführenden psychologischen/ wissenschaftlichen (i.d.R. kostenpflichtigen) Tests interessiert, findest du hier Informationen dazu:

http://www.boyng.de/5390 „Berufseignungs- und Interessentests im Internet oder unter http://www.boyng.de/5904 „Eignungs- und Berufseinstellungstests: Mit welchen Büchern du dich vorbereiten kannst"

Weitere Informationen zum JOEYJobtest findest du am Anfang von jedem Test.

Unsere Empfehlung in der Berufsorientierung lautet:

Stufe 1 - Die Theorie

  • Informiere dich
  • Teste dich
  • Sprich mit anderen über deine Vorstellungen
  • Nimm Beratung in Anspruch

Stufe 2 - Die Praxis

  • Geh zu Führungen, Schnuppertagen, Infotagen, Tagen der offenen Tür in Unternehmen/ Einrichtungen
  • Beteilige dich an Projektwochen
  • Bewirb dich für ein Praktikum

Weiter zum JOEYJobtest mit Sofortauswertung

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