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Fachinformatiker / Fachinformatikerin - Systemintegration / Anwendungsentwicklung: Ausbildung und Berufsalltag (CompWare Medical Gernsheim)

Der Jobreport - mit Jobinterview und JOEYJobtest und Video

Was tun, wenn der Computer mal wieder abstürzt oder wenn geeignete Programmierlösungen gefunden werden müssen? Ganz klar! Man ruft den Fachinformatiker für Systemintegration oder den Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung herbei und schon sind die Probleme gelöst. Sie sind die Experten für Computerprobleme aller Art und enorm wichtig für ein Unternehmen. Klingt also nach einer spannenden Ausbildung, oder?

Ein exemplarische Tagesablauf eines/r Fachinformatikers/Fachinformatikerin in der Fachrichtung Systemintegration sieht so aus:

Sven Bender ist im ersten Ausbildungsjahr Fachinformatiker und hat sich für die Fachrichtung Systemintegration entschieden. Hier erzählt er von seinem Azubi- Alltag:Mein Arbeitstag beginnt um 8.00 Uhr. Als erstes checke ich die Emails, durchforste den Kalender nach Arbeitsaufträgen und gehe meine „to-do list“ (Aufgabenliste) durch. Dann werde ich auch schon zu Kollegen gerufen, um nach Fehlermeldungen am PC zu schauen und bei Serverabstürzen das System zu checken.

Nachdem ich die Probleme am PC gelöst habe, überprüfe ich am Vormittag unsere Lieferungen, d.h. ich gleiche die Lieferung mit der Bestellliste ab. Die Lieferungen können z.B. Festplatten oder Speicher beinhalten. Die gelieferte Festplatte baue ich auch gleich in einen PC ein, denn dieser benötigte dringend eine neue.

Gegen Nachmittag, nach der Mitagspause nehme ich einen Kundentermin in einem Krankenhaus wahr. Ich überprüfe heute den Dosierautomat. Der Dosierautomat für Methadon (das ist eine Ersatzdroge) wird regelmäßig gewartet, das heißt, ich überprüfe, ob die Schläuche alle fest sind, ob richtig gemessen wurde und ob die Dosierung richtig eingestellt ist. Die Ergebnisse werden mithilfe des Programms MeDoSys dokumentiert und dem Kunden mitgeteilt. Produkte wie MeDoSys, sidok oder QSForum.de sind in eigener Entwicklung und Programmierung bei Compware entstanden.

Dann installiere ich beim Kunden das Programm „MeDoSys“ und halte eine Schulung ab, das heißt ich erkläre dem Kunden das Programm und arbeite ihn in das Programm ein.

Um ca. 17 Uhr beende ich dann meinen Arbeitstag als Fachinformatiker. Es kann aber auch mal vorkommen, dass es mal etwas länger dauert.


Ein exemplarischer Tagesablauf eines/r Fachinformatikers/Fachinformatikerin in der Fachrichtung Anwendungsentwicklung sieht so aus:



Marc Schäfer ist im zweiten Ausbildungsjahr Fachinformatiker für die Fachrichtung Anwendungsentwicklung. Er beschreibt hier seinen Arbeitsalltag:

Mein Arbeitstag fängt auch um 8 Uhr an. Morgens überprüfe ich als erstes meine Emails. Derzeit programmiere ich ein internen Dokumentationssystem. Dieses Dokumentationssystem enthält alle Stammdaten unserer Kunden, Verträge mit Kunden über unsere Produkte, wie z.B. „MeDoSys“,  oder aber auch die Terminverwaltung, also wann die Kundentermine stattfinden. Dieses System ist im Prinzip wie eine Datenbank aufgebaut.

Azubi Marc Schäfer
Am Vormittag findet mit Kollegen eine Besprechung statt. Es geht um Installationsprobleme beim Kunden. Obwohl das eher in den Bereich des Systemintegrators fällt, berate auch ich unsere Kunden, helfe bei der Installation der Programme und halte auch Schulungen, (d. h. ich stelle dem Kunden das System vor) ab. Die beiden verschiedenen Ausbildungen sind teilweise überlappend.

Nach der Besprechung, also gegen Mittag,  setze ich mich dran, eine geeignete Programmierlösung im Sinne eines Kunden - das ist zur Zeit eine Arztpraxis -  zu finden. Es kommt oft vor, dass ein Kunde spezifische Anpassungswünsche bei einem Programm, z. B.  MeDoSys hat. Meine Aufgabe ist es nun, seine Wünsche in die Tat umzusetzen.

Es wird dabei im Team  gearbeitet. Ich setze mich dann am Nachmittag mit dem Kunden in Verbindung und frage, welche genauen Anforderungen er an das Programm hat, welche Informationen er noch benötigt, ob er lieber mit Maus oder Tastatur im Programm arbeitet, welche Maske das Programm haben sollte etc.

Solche Projekte können je nach Anforderungen ein paar Tage oder aber auch 2-3 Monate in Anspruch nehmen. Während der Programmierphase halte ich ständig Rücksprache mit den Kunden, damit ich flexibel auf die Kundenwünsche reagieren kann. Ich bin also die ganze Zeit über mit dem Kunden in engem Kontakt und informiere ihn über die Fortschritte.

Gegen 17 Uhr beende auch ich meinen Arbeitstag, wobei der Tag auch bei mir durchaus auch mal länger dauern kann.

Unternehmensprofil



CompWare Medical wurde 1986 gegründet und ist ein konzernunabhängiges selbstständiges Unternehmen, das Medizinprodukte herstellt.

Die Firma CompWare Medical beschäftigt sich seit mehr als zehn Jahren mit dem Dokumentieren und Dosieren sowie der Qualitätssicherung in der Drogenmedizin und entwickelt und vertreibt Software und Anwendungslösungen im medizinischen Bereich. Zu den Kunden gehören Krankenhäuser und Arztpraxen.

Ausbildungsinhalte für Fachinformatiker/in Anwendungsentwicklung

Die zu vermittelnden Ausbildungsinhalte setzen sich zusammen aus Kernqualifikationen (sie umfassen 50 Prozent der Ausbildungszeit), Fachqualifikationen und spezifischen Fachqualifikationen. Sie werden über die gesamte Ausbildungszeit vermittelt, wobei der Anteil der zu vermittelnden Kernqualifikationen im 1. Ausbildungsjahr am größten ist und dann ständig abnimmt, während der Anteil der zu vermittelnden Fachqualifikationen und spezifischen Fachqualifikationen im 2. und 3. Ausbildungsjahr ständig steigt.
Fachrichtungsunabhängig lernen die Auszubildenden während der gesamten Ausbildungsdauer im Betrieb beispielsweise:

  • wie man den Bedarf an informations- und telekommunikationstechnischen Produkten und Dienstleistungen ermittelt
  • wie man Kunden berät und informiert
  • wie Kosten und Erträge für erbrachte Leistungen errechnet werden
  • wie Informationen aufgabenbezogen bewertet und ausgewählt werden
  • wie man Arbeits- und Organisationsmittel wirtschaftlich und ökologisch einsetzt
  • welche Einsatzfelder und Entwicklungstrends es in der Informations- und Telekommunikationstechnik gibt
  • wie man Netzwerkarchitekturen unterscheidet
  • wie man Systeme zusammenstellt, verbindet und testet
  • wie man Programmiersprachen auswählt und anwendet
  • welche Arten von Testverfahren es gibt, wie Testpläne erstellt und durchgeführt werden und man die Testergebnisse auswertet
  • wie man Anwenderschulungen durchführt

Auszubildende der Fachrichtung Anwendungsentwicklung lernen ferner beispielsweise:

  • wie Rechnerarchitekturen beurteilt und eingeordnet werden
  • was man bei der Auswahl von Datenbankprodukten beachten muss
  • wie Projektziele festgelegt und Teilaufgaben definiert werden
  • wie man Anwendungslösungen erstellt und an Kunden übergibt
  • wie man softwarebasierte Präsentationen durchführt, und wie man Ton, Bild und Text in eine Präsentation integriert

Der theoretische Unterricht in der Berufsschule vermittelt darüber hinaus zum Beispiel:

  • Der Betrieb und sein Umfeld
  • Informationsquellen und Arbeitsmethoden
  • Fachliches Englisch
  • Einfache und vernetzte IT-Systeme
  • Öffentliche Netze, Dienste

Ausbildungsinhalte für Fachinformatiker/in Systementwicklung

Fachrichtungsunabhängig lernen die Auszubildenden während der gesamten Ausbildungsdauer im Betrieb beispielsweise:

  • wie man den Bedarf an informations- und telekommunikationstechnischen Produkten und Dienstleistungen ermittelt
  • wie Kosten und Erträge für erbrachte Leistungen errechnet werden
  • wie man Programmiersprachen auswählt und anwendet
  • wie man Systeme zusammenstellt, verbindet und testet
  • wie man Anwenderschulungen durchführt
  • wie man Kunden berät und informiert
  • wie Informationen aufgabenbezogen bewertet und ausgewählt werden
  • wie man Arbeits- und Organisationsmittel wirtschaftlich und ökologisch einsetzt
  • wie man Netzwerkarchitekturen unterscheidet
  • welche Arten von Testverfahren es gibt, wie Testpläne erstellt und durchgeführt werden und man die Testergebnisse auswertet
  • welche Einsatzfelder und Entwicklungstrends es in der Informations- und Telekommunikationstechnik gibt

Auszubildende der Fachrichtung Systemintegration lernen ferner beispielsweise:

  • wie man Übergänge zwischen verschiedenen Netzwerken herstellt
  • wie man Datenübernahmen plant und durchführt
  • wie man Daten defekter Geräte rettet und bereitstellt
  • wie man Systemkapazitäten plant und Benutzern zuteilt
  • was man bei der Erstellung einsatzgebietsspezifischer Systemlösungen beachten muss

Der theoretische Unterricht in der Berufsschule vermittelt darüber hinaus zum Beispiel:

  • Informationsquellen und Arbeitsmethoden
  • Fachliches Englisch
  • Einfache und vernetzte IT-Systeme
  • Öffentliche Netze, Dienste
  • Der Betrieb und sein Umfeld

Ausbildungsvergütung:

Die durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung pro Monat in Euro betrug im Jahr 2003 für diesen Ausbildungsberuf in den einzelnen Ausbildungsjahren:

Industrie und Handel

Alte Bundesländer

1. Ausbildungsjahr: € 648

2. Ausbildungsjahr: € 698

3. Ausbildungsjahr: € 759

Neue Bundesländer

1. Ausbildungsjahr: € 576

2. Ausbildungsjahr: € 627

3. Ausbildungsjahr: € 688

Quelle:

Datenbank Ausbildungsvergütungen (DAV) des Bundesinstituts für Berufsbildung (BiBB)
Die Daten der DAV resultieren aus regelmäßigen Auswertungen und Analysen der tariflichen Ausbildungsvergütungen durch das Bundesinstitut für Berufsbildung (BiBB). Sie werden jedes Jahr veröffentlicht.

Quelle: http://www.berufenet.de 

Sven Bender (Azubi Fachinformatiker Systemadministration): "Mir macht die Ausbildung sehr viel Spaß. Ich bin viel im Außendienst, habe also ständig Kontakt zu Kunden. Das ist mir auch sehr wichtig, denn ich möchte nicht immer nur im Büro arbeiten. Das Betriebsklima ist auch sehr gut."

Marc Schäfer (Azubi Fachinformatiker Anwendungsentwicklung): "Als Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung arbeitet man weitgehend selbstständig. Aber die Teamarbeit kommt nicht zu kurz. Mir gefällt das Betriebsklima sehr gut. Das einzige was mir nicht so gefällt ist die schulische Ausbildung.

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Fachinformatiker / Fachinformatikerin: Aufgaben und Tätigkeiten

  • Fachinformatiker/innen konzeptieren und realisieren komplexer EDV-Systeme, die genau an die spezifischen Anforderungen des Kunden angepasst werden müssen.

  • In der Fachrichtung Systemintegration planen und konfigurieren Fachinformatiker/innen Systeme der Informations- und Telekommunikationstechnik.
  • Sie beraten interne und externe Anwender bei Auswahl und Einsatz der Geräte und lösen Anwendungs- und Systemprobleme. Die Erstellung von Systemdokumentationen gehört ebenso zu ihren Aufgaben wie die Durchführung von Schulungen.
  • In der Fachrichtung Anwendungsentwicklung entwickeln und programmieren Fachinformatiker/innen kundenspezifische Software.
  • Sie testen bestehende Anwendungen, passen sie an und entwickeln anwendungsgerechte Bedienoberflächen

Video:

Hier kannst du testen, ob das der richtige Beruf für dich sein könnte.


Kurz zusammengefasst:

Was der JOEYJobtest kann: Der JOEYJobtest fasst, anhand von ca. 40-45 von dir beantworteten Fragen, deine Selbsteinschätzung zu deiner Eignung und Neigung zu einem Beruf zusammen, wertet diese aus und gibt dir über ein Sofortergebnis am Bildschirm Impulse, entweder weiterzumachen oder dich vielleicht anders zu orientieren.


Die Testfragen sind mit vielen Beispielen belegt, dadurch erhältst du auch auf diesem Wege Informationen zum Beruf.

Was der JOEYJobtest nicht kann: Der JOEYJobtest ist kein (tiefen-) psychologischer Test und kein Wissenstest und nicht gleichzusetzen mit Einstellungstests von Unternehmen/ Einrichtungen!

Bist du an weiterführenden psychologischen/ wissenschaftlichen (i.d.R. kostenpflichtigen) Tests interessiert, findest du hier Informationen dazu:

http://www.boyng.de/5390 „Berufseignungs- und Interessentests im Internet oder unter http://www.boyng.de/5904 „Eignungs- und Berufseinstellungstests: Mit welchen Büchern du dich vorbereiten kannst"

Weitere Informationen zum JOEYJobtest findest du am Anfang von jedem Test.

Unsere Empfehlung in der Berufsorientierung lautet:

Stufe 1 - Die Theorie

  • Informiere dich
  • Teste dich
  • Sprich mit anderen über deine Vorstellungen
  • Nimm Beratung in Anspruch

Stufe 2 - Die Praxis

  • Geh zu Führungen, Schnuppertagen, Infotagen, Tagen der offenen Tür in Unternehmen/ Einrichtungen
  • Beteilige dich an Projektwochen
  • Bewirb dich für ein Praktikum

Weiter zum JOEYJobtest mit Sofortauswertung

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