Informations- und Telekommunikationssystem-Elektroniker / Informations- und Telekommunikationssystem-Elektronikerin: Ausbildung und Berufsalltag (ByteAction GmbH Münster)
Der Jobreport - Mit Jobinterview und JOEYJobtest und Video
Was macht eigentlich eine Firma, wenn plötzlich das ganze Computernetzwerk ausfällt und niemand im Haus sich damit auskennt? Was, wenn eine neue Telefon- oder PC-Anlage fällig ist? Darum kümmert sich der Informations- und Telekommunikationssystem-Elektroniker bzw. die Informations- und Telekommunikationssystem-Elektronikerin. Er / sie ermittelt je nach Kundenwunsch die technische Lösung und berät den Kunden über die Nutzungsmöglichkeiten. Klingt also nach einem spannenden Beruf, nicht wahr?
Wie ein exemplarischer Tagesablauf in der Ausbildung eines IT-System-Elektronikers / einer IT-System-Elektronikerin aussieht, schildert euch Karsten Morwan, der im Juni 2004 seine Ausbildung beendet hat:
Mein Tag beginnt gegen 9 Uhr.
Zuerst fahre ich meinen PC hoch und rufe meine Emails ab. Dort finde ich schon ein paar Kundenanfragen. Einige von diesen kann ich direkt per Mail beantworten, beispielsweise eine Frage zur Einstellung einer Option im Betriebssystem Windows. Andere bedürfen eines Gesprächs mit dem Kunden - dazu rufe ich ihn an - oder sogar einer Bearbeitung beim Kunden vor Ort. Zudem überprüfe ich auf der Microsoft-Website, ob es Updates für die installierte Software (Windows 2000 oder -XP, Office 2000 oder -XP) gibt. Falls ja, installiere ich diese, denn es werden gelegentlich Sicherheitslöcher in der Software gefunden und vom Hersteller über Updates gestopft.
Anschließend findet ein Meeting zwischen unserem Ausbildungsleiter Thomas Volkert und allen Auszubildenden statt, in dem die Aufgaben des Tages besprochen und verteilt werden, ebenso was bis jetzt wie erledigt worden ist und was in Zukunft noch ansteht.
Heute erhalte ich den Auftrag, mit einem Kollegen zu einem unserer Stammkunden zu fahren. Dieser bekommt von uns sein Computernetzwerk auf das Betriebssystem Windows XP umgestellt und wir fahren hin, um XP auf allen Rechnern zu installieren. Dort angekommen, fertigen wir zunächst eine Sicherungskopie (Backup) aller wichtigen Daten auf den zentralen Rechnern des Kunden an, damit während der Windows XP - Installation nichts verloren geht. Wo wir Daten kurzfristig löschen mussten, spielen wir sie dann vom Backup wieder ein.
Bis das erledigt ist, ist es 13 Uhr und ich mache nach Absprache mit den Kollegen erst einmal eine Stunde Mittagspause.
Aus der Pause zurück, installiere ich das neue Betriebssystem und berücksichtige beim Konfigurieren die Wünsche des Kunden. Dann erkläre und zeige ich dem Kunden direkt am Rechner, wie er die neuen Funktionen nutzen kann.
Das Computernetzwerk, also die Hardware, die unser Stammkunde benutzt, ist übrigens auch von unserer Firma zusammengestellt worden. Dazu haben wir das Netzwerk zuvor im Kleinen in unserer Werkstatt aufgebaut und ausgiebig getestet, damit wir sicher gehen konnten, dem Kunden ein funktionierendes und seinen Wünschen entsprechendes System anzubieten.
Die Teile dazu haben wir vorher selbst zusammengestellt. Dazu habe ich mir von unseren Stammdistributoren Angebote zu den Teilen eingeholt und unter Berücksichtigung der Marktpreise (im Internet) für diese Teile dasjenige ausgewählt, das für den Kunden und uns als Firma am Gewinnträchtigsten erscheint.
Nachdem die Software installiert und der Kunde eingewiesen und zufrieden ist, geht es zurück in die Firma, wo für alle Azubis heute eine interne Schulung stattfindet. Dort werden Kenntnisse in den Fächern Netzwerktechnik und Programmiertechnik u. ä. vermittelt. Das haben wir zwar schon in der Berufsschule gemacht, aber es ist wichtig, daß man auf dem Laufenden bleibt und das Gelernte wiederholt. Zum Abschluss des Arbeitstages schreibe ich meinen Tagesbericht mit Auflistung der erledigten bzw. begonnen Arbeiten, sowie der vermittelten Grundlagen. Der Tagesbericht sollte so ausführlich sein, dass er später zur Wiederholung (z.B. Vorbereitung auf eine Prüfung) als gute Unterstützung/Nachschlagewerk dient.
Mein Tag endet um 18 Uhr, wenn nichts Gravierendes mehr zu tun ist.
Morgen werde ich bei einem anderen Kunden sein. Dieser bekommt von uns gerade neue Server. Um den Serverbetrieb der Kundenfirma lückenlos zu gewährleisten, bauen wir vor Ort die neue Hardware auf und übertragen nach und nach die einzelnen Software-Dienste von der alten auf die neue Hardware. Das wird morgen bestimmt einen guten Teil des Tages in Anspruch nehmen.
Text und Interview: Arne R. Tyarks (Red.)
Die ByteAction GmbH ist der kompetente Partner, wenn es um individualisierte und branchenspezifische Lösungsansätze auf dem Gebiet der Informationstechnologie geht. Ihr Einsatzgebiet umfasst sämtliche Tätigkeiten im IT-Bereich: Beratung, Planung, Umsetzung und laufende Wartung.
Seit über 12 Jahren lösen wir die Probleme unserer Kunden mit professioneller Sorgfalt. Diese Erfahrung und die Vernetzung der Kompetenzen unserer spezialisierten Mitarbeiter machen ByteAction zu Ihrem ersten Ansprechpartner in Sachen Internet-Lösungen.
Jedes Unternehmen hat unterschiedliche Aufgaben zu lösen und ist auf eine ganz spezifische Art in Geschäftsbeziehungen eingebunden. Entsprechend gestalten sich auch die Anforderungen an seine IT-Landschaft sehr individuell. Die ByteAction GmbH ist innerhalb der ByteAction Group der Partner für individualisierte und branchenspezifische Lösungsansätze. Wir übernehmen Verantwortung für die gesamte Ausgestaltung Ihrer IT-Lösungen: von der High-End-Beratung über die Planung und Implementierung bis hin zur Wartung des Systems im täglichen Betrieb.
Vision
Unser Ziel ist es, die Visionen und Pläne unserer Kunden in arbeitsfähige, stabile und effektive Systemlösungen umzusetzen. Gemäß dem Motto: Innovation ist eine Idee in Action. Eine Idee in Bits und Bytes – in ByteAction.
Die zu vermittelnden Ausbildungsinhalte setzen sich zusammen aus Kernqualifikationen (sie umfassen 50 Prozent der Ausbildungszeit), Fachqualifikationen und spezifischen Fachqualifikationen. Sie werden über die gesamte Ausbildungszeit vermittelt, wobei der Anteil der zu vermittelnden Kernqualifikationen im 1. Ausbildungsjahr am größten ist und dann ständig abnimmt, während der Anteil der zu vermittelnden Fachqualifikationen und spezifischen Fachqualifikationen im 2. und 3. Ausbildungsjahr ständig steigt.
Die Auszubildenden lernen beispielsweise im 1. und 2. Ausbildungsjahr:
- welche Unterschiede die marktüblichen Systeme der Informations- und Telekommunikationstechnik z.B. in Bezug auf Einsatzbereich, Leistungsfähigkeit oder Wirtschaftlichkeit aufweisen
- worin sich verschiedene Speichermedien sowie Ein- und Ausgabegeräte unterscheiden und in welchen Bereichen sie jeweils eingesetzt werden
- wie man Hardware, Anwendungsprogramme und Betriebssysteme installiert und konfiguriert
- wie man Geräte, Leitungen, Verteiler und Steckverbindungen am Baukörper und an den Einrichtungen des Kunden montiert
- wie man den Isolationswiderstand misst
- wie man Kunden informiert, berät und auf ihre Interessen eingeht
- wie man technische Unterlagen, Dokumentationen und Handbücher in deutscher und englischer Sprache liest und auftragsbezogen auswertet
- wie Marktbeobachtungen durchzuführen sind und worauf man beim Vergleich von Preisen, Leistungen und Konditionen von Wettbewerbern achten muss
- wie Systeme gepflegt werden
Im 3. Ausbildungsjahr wird beispielsweise vermittelt:
- wie man Störungsmeldungen entgegennimmt und Vorschläge zur Störungsbeseitigung unterbreitet
- wie man Produktschulungen plant und durchführt
- wie man die für das Einsatzgebiet typischen Produkte, Prozesse und Verfahren im Hinblick auf die Anforderungen an Systemlösungen analysiert und in ein Lösungskonzept umsetzt
- wie die zu einem Projekt gehörenden Fremdleistungen zu koordinieren sind
Der theoretische Unterricht in der Berufsschule vermittelt darüber hinaus zum Beispiel:
- Informationsquellen und Arbeitsmethoden
- Entwickeln und Bereitstellen von Anwendungssystemen
- Vernetzte IT-Systeme
- Öffentliche Netze, Dienste
- Betreuen von IT-Systemen
- Der Betrieb und sein Umfeld
- Geschäftsprozesse und betriebliche Organisation
- Einfache IT-Systeme
- Fachliches Englisch
- Markt- und Kundenbeziehungen
- Rechnungswesen und Controlling
Rechtsgrundlagen:
Verordnung über die Berufsausbildung im Bereich der Informations- und Telekommunikationstechnik
Rahmenlehrplan für die Informations- und Telekommunikationsberufe, Beschluss der Kultusminister
Vergütung
Die Höhe der monatliche Ausbildungsvergütung ist tarifvertraglich festgelegt.
Bereich Industrie und Handel
Bereich Industrie und Handel
Alte Bundesländer
1. Ausbildungsjahr: € 659
2. Ausbildungsjahr: € 698
3. Ausbildungsjahr: € 752
Neue Bundesländer
1. Ausbildungsjahr: € 642
2. Ausbildungsjahr: € 687
3. Ausbildungsjahr: € 739
Das spätere Einkommen hängt von den Arbeits- und Qualifikationsanforderungen ab. Weiterhin spielen auch Beruferfahrung, Lebensalter und Verantwortlichkeit eine entscheidende Rolle, deshalb dienen diese Angaben nur zur Orientierung.
Die tarifliche Bruttogrundvergütung kann z.B. € 1.885 bis € 2.273 im Monat betragen zzgl. 13 Monatsgehalt, Urlaubsgeld und vermögenswirksamen Leistungen.
Quelle: http://www:berufenet.de
Marcus Häusler, ITSE-Azubi im 3. Ausbildungsjahr, schildert seine Motivation:
Warum habe ich mich für den Beruf des IT-System-Elektronikers entschieden?
Ich habe mich für diesen Beruf entschieden, weil dieser Beruf meinen persönlichen Hobbys am nächsten steht und es mir sehr viel Spaß macht. Ich habe mir gegen Ende meiner schulischen Ausbildung viele interessante Berufe angesehen und habe an den Tätigkeiten als IT-System-elektroniker besonderes Interesse gefunden. Ich habe auch gesehen, dass dieser Beruf sehr vielfältig ist und viele Möglichkeiten bietet.
Warum habe ich mich für ByteAction als Ausbildungsbetrieb entschieden?
Weil ich nicht viel Auswahl hatte und mir diese Firma am Besten von Ihrem Auftritt gefallen hat. Die Firma bietet eine große Palette an Dienstleistungen und Produkten, so dass ich Wissen in vielen Bereichen erlangen kann.
Was hat mir während der Ausbildung gut/nicht gut gefallen?
Vielseitigkeit und immer wieder Abwechslung im Alltag. Kontakt zu Kunden und ein lockeres, sehr angenehmes Arbeitsklima. Da es eine kleine Firma ist, lernt man fast alle Bereiche einer Firma kennen.
Zu viel veraltete und praxisferne Theorie wird besonders in der Schule vermittelt. Man wird in Geschäftsbereiche/-prozesse eingebunden die teilweise Mitarbeiter eines anderen Berufes ausüben würden (trotzdem interessant fürs Leben!).
Statement von Karsten Morwan:
Warum habe ich mich für den Beruf des IT-System-Elektronikers entschieden?
Vor meiner Ausbildung zum IT-Systemelektroniker habe ich ein Studium an der Fachhochschule Dieburg im Bereich Elektrotechnik mit Schwerpunkt Nachrichtentechnik begonnen. Das durchaus interessante aber sehr theoretische Aufgabengebiet haben nach Abbruch des Studium meine Entscheidung zu einer Ausbildung im Bereich der Informations- und Telekommunikationstechnik bestärkt. Aufgrund der persönlichen Interessen im Bereich der PC-Hard- und Software, allgemeine Elektronik, Dienste und Anwendungen rund um das Inter- bzw. Intranet und die bereits gesammelten Informationen durch das Studium fiel die Entscheidung sehr schnell zur Ausbildung zum IT-System-Elektroniker. Durch diese Ausbildung konnte ich mein Wissen in verschiedenen Aufgaben- und Anwendungsgebieten vertiefen und kann direkt dem Kunden Unterstützung anbieten. Mit ausschlaggebend für die Wahl der Ausbildung zum IT-System-Elektroniker waren die bereits gesammelten Informationen, da eine Verkürzung der Ausbildung angestrebt wurde.
Warum habe ich mich für ByteAction als Ausbildungsbetrieb entschieden?
Das Aufgaben- und Einsatzgebiet bei der ByteAction GmbH ist vielfältig und sehr interessant. Die Mitarbeiter verfügen über ein breites und fundiertes Wissen und können dies gut an die Auszubildenden bzw. Praktikanten weitergeben. Die Ausbildungsstätte lag in der Nähe meines Wohnsitzes, so dass lange Anfahrtszeiten entfallen sind. Bei guter Mitarbeit und gutem Abschluss der Ausbildung birgt die ByteAction GmbH gute Zukunftsaussichten. Die theoretische Ausbildung der Berufsschule wird durch praktische Übungen und vielseitige/interessante Projekte unterstützt.
Zudem erhielt ich in einer Probewoche einen ersten Eindruck über die Aufgaben und die Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern.
Was hat mir während der Ausbildung gut/nicht gut gefallen?
Besonders gut gefallen hat mir während der Ausbildung und auch jetzt in der Zeit als Angestellter die lockere Atmosphäre und der Umgang der Mitarbeiter untereinander. Durch die vielseitigen Projekte und Aufgabengebiete verliert man nicht den Bezug zur aktuellen Technik. Weiterhin ist eine Spezialisierung und gezielte Weiterbildung in persönlichen Interessen-gebieten gut mit dem Rahmenlehrplan vermischt worden.
Nicht so gut hat mir die theoretische Ausbildung durch die Berufschule gefallen, da die angesprochene Technik oft veraltete und realitätsfern war. Leider besteht noch keine Abstimmung der Lehrinhalte zwischen der Industrie- und Handelskammer, der Berufschule und des Ausbildungsbetriebes, so dass wichtig Themen in der schulischen Berufsausbildung zum Teil zu kurz geraten und ein enormes Eigenengagement fordern.
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Informations- und Telekommunikationssystem-Elektronikers / der Informations- und Telekommunikationssystem-Elektronikerin bei der Firma ByteAction GmbH: Aufgaben und Tätigkeiten
- Bearbeitung von Kundenanfragen zu Hardware und Software, ggf. direkt beim Kunden oder in den Räumen von ByteAction (1st-Level- und 2nd-Level-Support)
- Wartung von PCs (Server oder Workstation)
- Aufbauen, Wartung und Konfiguration von Netzwerken
- Anfertigen von technischen Dokumentationen ("HowTo's")
- Recherchieren von technischen Neuheiten am Markt und deren günstigster Preis
- Erstellen von individuell auf den Kunden zugeschnittenen Angeboten
Video:
Hier kannst du testen, ob das der richtige Beruf für dich sein könnte.
Kurz zusammengefasst:
Was der JOEYJobtest kann: Der JOEYJobtest fasst, anhand von ca. 40-45 von dir beantworteten Fragen, deine Selbsteinschätzung zu deiner Eignung und Neigung zu einem Beruf zusammen, wertet diese aus und gibt dir über ein Sofortergebnis am Bildschirm Impulse, entweder weiterzumachen oder dich vielleicht anders zu orientieren.
Die Testfragen sind mit vielen Beispielen belegt, dadurch erhältst du auch auf diesem Wege Informationen zum Beruf.
Was der JOEYJobtest nicht kann: Der JOEYJobtest ist kein (tiefen-) psychologischer Test und kein Wissenstest und nicht gleichzusetzen mit Einstellungstests von Unternehmen/ Einrichtungen!
Bist du an weiterführenden psychologischen/ wissenschaftlichen (i.d.R. kostenpflichtigen) Tests interessiert, findest du hier Informationen dazu:
http://www.boyng.de/5390 „Berufseignungs- und Interessentests im Internet oder unter http://www.boyng.de/5904 „Eignungs- und Berufseinstellungstests: Mit welchen Büchern du dich vorbereiten kannst"
Weitere Informationen zum JOEYJobtest findest du am Anfang von jedem Test.
Unsere Empfehlung in der Berufsorientierung lautet:
Stufe 1 - Die Theorie
- Informiere dich
- Teste dich
- Sprich mit anderen über deine Vorstellungen
- Nimm Beratung in Anspruch
Stufe 2 - Die Praxis
- Geh zu Führungen, Schnuppertagen, Infotagen, Tagen der offenen Tür in Unternehmen/ Einrichtungen
- Beteilige dich an Projektwochen
- Bewirb dich für ein Praktikum














