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E-Sports - Frauenclans holen mächtig auf (II)

Die Welt des virtuellen Wettkampfs: Erfahrungen eines Gamers

Nachdem ich euch im letzten Artikel einiges über die bestehenden Ligen und Wettbewerbe im E-Sport berichtet habe, möchte ich nun auf verschiedene neue Aspekte eingehen. Zum ersten wären da die Frauen in der E-Sports-Szene, dann die sogenannte Medienpräsenz und "last but not least" die Ausrüstung eines professionellen Spielers. Auch bei den Frauen wird der „e-Sport“ immer beliebter. Viele der Spielerinnen wollen den Herren nun auch endlich zeigen, dass sie von Videospielen etwas verstehen und auch gewinnen können.

Es gibt sogar reine Frauenclans auf der Welt, die sehr erfolgreich an Turnieren teilnehmen und beweisen, dass sie ebenso gut spielen können wie die Männer. Dies musste ich feststellen, als in unserem ehemaligen Clan damals zwei Ladys zu uns gestoßen sind, die im Spiel gar nicht mit sich spaßen haben lassen und man schneller verloren hatte als es einem lieb war. 

In einigen Ländern ist der „e-Sport“ schon so populär geworden,dass einige Spieler von der Medienpräsenz und den daraus entstehenden Turnieren und dessen Preisgeldern leben können. In den professionellen Clans ist vieles vertraglich geregelt. In Deutschland gibt es bei den Profis (Pro-Gamer) ebenfalls diese vertragliche Regelungen.In Deutschland ist es aber bislang noch nicht möglich, vom „e-Sport“ zu leben. Dies ist eher in Korea und Japan der Fall, wo einige Spieler davon leben den gesamten Tag zu spielen. Das führte leider auch dazu, dass einige Spieler süchtig geworden sind.  

In Deutschland kämpft der Deutsche eSport-Bund dafür, dass der „e-Sport“ als richtiger Sport angesehen wird. Denn offiziell gilt er in Deutschland noch nicht als richtiger Sport, so wie z.B. in Korea. Der Deutsche Olympische Sportbund will den „e-Sport“ nicht als Sport in allgemeinen Sinne ansehen. Ein Hauptgrund sei die negative Wahrnehmung von Computerspielen in der Öffentlichkeit und die Kritik der Politik an sogenannten „Killerspielen“. Zum Zweiten gibt es ein Problem mit der Definition von Sport unter der Gesellschaft, denn hier versteht man unter Sport eine „schweißtreibende körperliche Ertüchtigung“, und dies ist beim „e-Sport“ weniger gegeben.Der Deutsche eSport-Bund argumentiert aber dagegen mit Begründungen wie, der „e-Sport“ sei in anderen Ländern schon als Sport anerkannt. Es gibt feste Regeln und er ließe sich in verschiedene Disziplinen einteilen, was alles für eine Anerkennung spricht.

Durch die große Präsenz des „e-Sports“ wird er auch über TV verbreitet, so befasst sich beispielsweise der Fernsehsender GIGA Games mit dem Thema. Auch auf verschiedenen Messen ist der „e-Sport“ schon vertreten, die zwei bekanntesten Messenbeispiele wären die jährlich stattfindenden Messen, Games Convention in Leipzig und CeBIT in Hannover. Die Games Convention hat mir im Jahre 2005 und 2006 persönlich sehr gut gefallen. Auch wenn es samstags sehr überlaufen in den Hallen Leipzigs war, dennoch hat sich der Besuch auf jeden Fall gelohnt. Dieses Jahr konnte ich auf Grund von Zeitproblemen nicht nach Leipzig fahren, dennoch soll es auch dieses Jahr wieder ein riesiges Spektakel gewesen sein, was sich auch in den Besucherzahlen wiederspiegelt, die jedes Jahr stetig zunehmen. 

Natürlich braucht jeder professionelle Spieler auch seine Ausrüstung zum Spielen. Sie brauchen die modernste Computerhardware damit ein ruckelfreies Spielen möglich ist.Viele Spieler legen Wert auf eine schnelle Maus, die außerdem noch gut in der Hand liegt, die Tastatur sollte es ermöglichen die wichtigsten Tasten schnell und einfach zu erreichen, es gibt sogar schon spezielle Tastaturen auf denen nur dich wichtigsten Tasten vorhanden sind, diese sind meist um ein vielfaches kleiner und somit schneller zu bedienen.Auch das Mousepad des Spielers ist eine wichtige Sache.Es gibt Mousepads mit verschiedenen Oberflächen (Stoff, Plastik, Glas), so kann jeder Spieler entscheiden, was ihm am besten liegt. Auch gibt es viele verschiedene Versionen von Headsets, mit denen es den Spielern ermöglicht wird, sich während des Spielens untereinander zu verständigen.

Viele Firmen (Speedlink, Razer, Logitech, etc.) haben sich auf Spielerhardware spezialisiert und machen immer besseren Umsatz damit. Der Markt rund um den „e-Sport“ erweitert sich praktisch täglich und dadurch werden natürlich Arbeitsplätze geschaffen. Man bemerkt, dass der Trend des „e-Sports“ also stetig wächst und auch in der kommenden Zeit immer noch präsent und von Wichtigkeit gerade für die Generation „@“ sein wird.
Durch die stetig steigende Medienpräsenz wächst zunehmend auch das Interesse Außenstehender. Und vielleicht schafft es der Deutsche eSport-Bund, doch ausreichend Überzeugungsarbeit zu leisten um den „e-Sport“ in der deutschen Gesellschaft anerkennen zu lassen und ihn zu einem richtigen Sport zu machen.

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