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Socialnetworks - Kennenlernen im Internet und im Chat - das solltest du wissen!!

Hat nicht jeder, der Zugang zum Internet hat, schon mindestens einmal in einen Chatroom hineingeschnuppert? Natürlich ist so eine Unterhaltung schwieriger als in der Realität, da du ja nur die Tastatur und den Monitor zur Verfügung hast. Wer noch niemals gechattet hat, denkt sich bestimmt „was ein Unsinn, nur zu tippen und nicht zu sprechen“, aber wer schon einmal die Erfahrung in einem Chatroom gemacht hat, weiß, wie schnell der Funke übergesprungen ist.

Die Vernetzung über Computernetzwerke, sogenannte WAN (Wide Area Networks), wie das Internet, haben uns völlig neue Möglichkeiten eröffnet, mit anderen in Kontakt zu kommen. Dazu gibt es viele Gründe. Angefangen von der Suche nach Freizeitpartnern bis hin zur Suche nach "Ihm" oder "Ihr".

Es gibt hier - wie überall und immer - Sonnen- und Schattenseiten des „Kennenlernen im Chat".

Ein Chatroom wird auch Channel genannt und ist ein virtueller Raum, in dem sich die unterschiedlichsten Menschen „treffen" und „unterhalten" können.                             

Die Kommunikation im Chat findet zeitgleich (synchron) statt und nicht zeitlich versetzt (asynchron), wie z. B. in der E-Mail-Kommunikation. Die ursprünglichste Form des Internet-Chats ist der reine Textchat, bei dem nur Zeichen ausgetauscht werden können. Mittlerweile kann, je nach System, eine Ton- und/oder Videospur dazukommen bzw. den Textchat ersetzen. Man spricht dann von „Audio-" bzw. „Videochat".

Die elektronische schriftliche Kommunikation hat einen großen Nachteil gegenüber der direkten verbalen Unterhaltung: Es fehlen jegliche Formen nonverbaler Kommunikation. Also die Stimmungs- und Gefühlzustände und die Mimik deines Gegenübers.

Um dieses Problem zu umgehen, verwendet man zum Einen so genannte „Emoticons". Dafür werden Sonderzeichen auf der Tastatur benutzt, Du kennst sie bestimmt unter dem Begriff „Smileys" :-).( http://www.greensmilies.com/smilie-lexikon/)

Zum Anderen gibt es Akronyme. Das sind Abkürzungen wie beispielsweise *lol* was so viel wie lautes Lachen bedeutet (Laughing out loud) http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Abk%C3%BCrzungen_(Netzjargon)

Jeder „Chatter" kann sich selbst einen Namen geben, welcher in der Fachsprache „Nickname", oft nur „Nick" (eng. für Spitzname) genannt wird. Teils spiegelt der Name die Persönlichkeit oder Vorlieben des Benutzers wider, vielleicht möchte er sich so eine eigene Identität aufbauen.

Ein weiterer Faktor der textbasierten Kommunikationsmittel - SMS, E-Mail und Chat - ist die Anonymität. Natürlich hat diese auch ihre Vorteile und kann eine echte Hilfe und Erleichterung sein. Es gibt zum Beispiel Onlinechats in denen Organisationen Beratung für Jugendliche anbieten. Dann steht allein der Inhalt im Vordergrund und der Wunsch, dich in deiner Situation zu unterstützen. Das kann manchmal zu guten und intensiven persönlichen Gesprächen führen, weil diese Anonymität auch Schutz bieten kann.

Nur darfst du auch nicht vergessen, dass du dir nie sicher sein kannst, ob dein Gegenüber auch wirklich das ist, wofür er oder sie sich ausgibt.

Scheinbar persönliche Informationen und Fotos brauchen nicht unbedingt mit der realen Person übereinzustimmen, weil die Registrierungsdaten in der Regel nicht überprüft werden. So kann es zum Beispiel vorkommen, dass man mit einem Mann / Jungen spricht, der sich für ein Frau / ein Mädchen ausgibt etc.

Aus einer virtuellen Freundschaft kann schnell eine „Beziehung" entstehen, die ihre Zerreißprobe dann in der Realität erlebt.

Der Spaß am Chatten kann zu einer Chatsucht werden. Dies wird häufig bei denjenigen beobachtet, die gerade begonnen haben zu chatten und speziell, wenn man in der realen Welt Probleme hat, Freundschaften aufzubauen, kann sich dieses Problem verfestigen.

Begünstigt wird dies dadurch, dass man sich anderen Teilnehmern gegenüber als Persönlichkeit ausgeben kann, die man im tatsächlichen Leben nicht ist. Dies kann zu Realitätsverlust führen, da man sich auch außerhalb des Chatrooms für die im Chat erstellte Person halten kann.

Wer sich jedoch hinter der Anonymität versteckt und vorgibt, jemand anderes zu sein, anders auszusehen, anderes zu tun als in Wirklichkeit, der oder die verbaut sich von vornherein die Möglichkeit, die virtuellen Kontakte auch in die Wirklichkeit zu übertragen. Dies kann der Ausgangspunkt einer potenziellen Internetsucht sein: Wer sich in der realen Begegnung unsicher fühlt und in der virtuellen Begegnung mit falschen Angaben auftritt, kann vielleicht viele virtuelle Freunde gewinnen, aber die Unsicherheit, in der realen Welt Kontakte zu knüpfen, wird noch größer. Die Möglichkeit in der Realität zurecht zu kommen, kann allmählich verbaut werden.

Die sogenannten „sozialen Netzwerke" wie „SchülerVZ", „StudiVZ", „Wer kennt wen" und „Facebook" vernetzen inzwischen Millionen von Usern. Jedoch bietet nicht jedes Portal einen Chat an.

Kritik an sozialen Netzwerken:

  1. Die Veröffentlichung privater Informationen im Internet, die zu persönlichen Nachteilen führen kann, sei es durch eigene Unvorsichtigkeit, weil dir jemand einen Streich spielen will oder durch Sicherheitslücken beim Dienst oder Nutzer

  2. Die Nutzung deiner persönlichen Daten seitens der Dienstbetreiber für kommerzielle Zwecke

Tipp: Nutze die verschiedenen Einstellungen der „Privatsphäre"! So kannst du deine persönliche Angaben und Fotos nur für deine Freunde sichtbar machen.

DENN:

1. 28 Prozent aller Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter von 12 bis 24 Jahren wurden bereits mindestens einmal im Internet belästigt, wie eine im April 2009 veröffentlichte repräsentative Studie ergab, die die Universitäten Hamburg und Salzburg im Auftrag der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen durchgeführt hatten.

2. 28 Prozent der Arbeitgeber nutzen bereits heute das Internet, um etwas über die fachliche und persönliche Eignung eines Bewerbers und seiner Freizeitaktivitäten zu erfahren.

Überlege dir gut, welche Bilder und wie viele Informationen du von dir im Internet preisgibst!

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