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Workshops der LAN Party Girls Only 2009

LAN Party-Reports von den Referentinnen

LAN Party 2009. Hier beschreiben die Referentinnen die Workshops sowie deren Verlauf. Wie z.B. den Hardware-Workshop oder den Ant-Me-Workshop, bei dem einer Ameisenkolonie eine intelligente Futtersuchstrategie beigebracht wird oder auch über den gesamten Ablauf der LAN Party oder der Workshop LEGO ROBOTS und viele weitere interessante Beiträge. "Alle Mädchen waren sehr engagiert und wollen auch zu Hause die erlernten Sachen ausprobieren". Computerspass bis in die frühen Morgenstunden. Reinschauen. Lesen lohnt sich...

Die LAN Party 2009 war ein voller Erfolg! (von Natalya Mate):  

Gegen 16 Uhr 30 kamen die ersten Teilnehmerinnen zu der Anmeldung.
Allmählich füllte sich der Raum und um 17 Uhr waren schon fast alle da,
so dass man mit der Begrüßung anfangen konnte. Nach dem Willkommenswort
von Monika Stöhr - Leiterin Forum e.V., Sabine Eller,der Frauenbeauftragten der Stadt Darmstadt, Kati Radkah, Frauenbeauftragten des Fachbereichs Informatik, und Natalya Mate, der technischen Projektleiterin der LAN Party, wurden die Mädchen ausgezeichnet, die bereits drei (?) Mal an der LAN Party teilgenommen haben. Nach der Begrüßung wurden die Gruppen auf die verschiedenen Workshops verteilt. Es wurden insgesamt sechs verschiedene Workshops angeboten, jedes Mädchen nahm an zwei Workshops teil, um 18 Uhr und um 19 Uhr30. In den Workshops
wurden unterschiedliche Themen behandelt: vom Bauen mit Lego-Robots bis zum Programmieren eines Ameisen-Volkes, vom erstellen animierter Bilder bis zur Einführung in die Bestandteile eines PC. Das Grundverständnis aller angebotenen Kurse war, Mädchen den Computer näher zu bringen und die erste Befangenheit vor Technik und technischen Berufen zu nehmen.
Nach den gewonnen Eindrücken aus Gesprächen mit den Teilnehmerinnen, ist uns das gelungen.Alle Mädchen waren sehr engagiert und wollten auch zu Hause die erlernten Sachen ausprobieren.
Nach knapp drei Stunden und zwei anstrengenden Workshops kamen die Mädchen zurück in den Computer-Pool, wo schon alles fürs Abendbrot vorbereitet wurde. Um 21 Uhr wurde Pizza in allen Variationen geliefert.
Beim gemeinsamen Abendessen hat man nett miteinander geplaudert und Fragen an die anwesenden IT-Frauen gestellt. Es war eine gute Gelegenheit, sich über verschiedene IT-Studiengänge und Berufe zu informieren.

Nach dem Abendessen ging es wieder zurück an den Computer: hierbei wurde vor allem gespielt, gesurft und gechattet. Die Auswahl an Spielen war groß, so dass die Entscheidung schwer fiel: „Was spiele ich nun?“ Der Renner war, wie auch letztes Jahr, das Spiel "Die Sims", in dem man ein
komplett neues Leben schaffen und gestalten kann. Der Computerspaß ging bis in die frühen Morgenstunden: nur wenige Mädels haben ihre Schlafsäcke ausgepackt, die meisten blieben am Computer sitzen.

Workshop LEGO Robots (von Katharina Frömmel)

Auch auf der diesjährigen LanParty Girls only fanden wieder Lego-Robots-Workshops statt und erfreuten sich bei den teilnehmenden Mädchen einer großen Beliebtheit.

Gebaut wurde mit  LEGO MINDSTORMS Education NXT  - Robotern, die eigens für Schulen und Universitäten konzipiert wurden.

Es war toll zu sehen, mit welcher Motivation, technischem Grundverständnis und Ideenreichtum die Mädchen gearbeitet haben. Dafür wurden sie von ihren Robotern belohnt, die sich (fast immer) nach ihren Wünschen fortbewegt und manchmal auch etwas unerwartet reagiert haben, was dann zur allgemeinen Heiterkeit beitrug.

Hardware Workshop (von Nihal Islam):
Der Hardwareworkshop vermittelte den Mädchen ein umfassendes Wissen zu Struktur und Hardwareaufbau eines herkömmlichen PCs und eines Notebooks. Hintergrundwissen zur

Bauteileauslegung  waren nicht notwendig und wurden während des einstündigen Workshops anschaulich und nachvollziehbar dargestellt. Dabei standen die Vermittlung einfacher Strukturen und praktischer Erfahrungen der Studentinnen mit griffigen Tipps im Vordergrund.
Die Schwerpunkte des Workshops lagen beim Hardwareaufbau und Konstruktion eines PCs. Themen wie Software und Applikationen werden nur so weit angesprochen, wie sie für das Verständnis des Gerätekonzepts notwendig sind. Die Mädchen waren sehr an dem Innenleben der PCs interessiert und  fanden die Funktion der einzelnen Bauteile sehr spannend.

Workshop Programmieren von Ameisen (von Sylvia Grüner):

"Im AntMe-Workshop hat eine kleine Gruppe mithilfe des AntMe-C#-Frameworks von Microsoft einer Ameisenkolonie eine intelligente Futtersuchstrategie beigebracht. Hierzu hat die Gruppe einige
Programmiergrundlagen erlernt. Die Reaktionen der Ameisen auf die eingegebenen Codezeilen konnten direkt in einer 3d-Umgebung beobachtet werden. Da das AntMe-Framework öffentlich ist, konnte das Verhalten zu Hause noch verbessert werden."

GIF-Animationsworkshop (von Jane und Erdmute):

In diesem Workshop konnten die Mädels ihre eigene Animation erstellen.
Bei einer Animation werden viele Bilder sehr schnell hintereinander ablaufen gelassen, so dass das menschliche Auge ein bewegtes Bild wahrnimmt. Animationen im PC werden im Dateiformat GIF abgespeichert, das dafür sorgt, dass die Einzelbilder richtig hintereinander gespeichert werden. Zur Erstellung der GIF-Dateien wurde das kostenlose und freie Bildbearbeitungsprogramm GIMP verwendet.

Es standen zehn Laptops für die Mädchen zur Verfügung. Durch den großen Andrang an diesem Workshop mussten aber einige zu zweit an einem Laptop arbeiten. Nach einer kurzen Einführung was die Mädchen heute erwartet und einigen Beispielen was man alles für Animationen erstellen könnte, ging es für die Mädchen los. Die Mädels hatten zwei Digitalkameras zur Verfügung um Fotos von sich, ihrer Umgebung oder von Bildern, die sie gemalt hatten, zu machen. Einige Mädchen malten stattdessen am Computer Bilder mit GIMP. Die Teilnehmerinnen bekamen eine Anleitung, wie die Bilder zu einer GIF-Animation mithilfe von GIMP werden, und konnten so
mit etwas Hilfestellung ihre Einzelbilder animieren und damit zum Leben erwecken.

Die Ideen der Mädchen waren wirklich beeindruckend. Die Animationen können sich wirklich sehen lassen, daher sind die Ergebnisse des Workshops nachfolgend zu bewundern: sich langsam aufbauende Schriftzüge, Mann + Hund bei einem Spaziergang, Skifahrer beim Slalomfahren, lustige
Smileys und viel mehr.

Girl Power - Mädchen und Beruf, Mädchen und IT, Mädchen und ihre Stärken und Schwächen - Workshop (von Nadine Reich):


Beim Workshop "Girl Power - Mädchen und Beruf, Mädchen und IT, Mädchen und ihre Stärken und Schwächen"  arbeiteten die Teilnehmerinnen rund um ihre berufliche Zukunft. Die Mädchen sollten sich klar darüber werden, was ein Beruf ist und wie wichtig er für unser Leben ist, welche ihrer
Stärken sie in einem Beruf einsetzen können und ob ein IT-Beruf für sie geeignet ist.
Was ist ein Beruf und wie würde sich unser Alltag verändern wenn es keine Berufe gäbe? Welche Berufe kennen wir und welche davon sind sogenannte "Frauenberufe"? Welche IT-Berufe kennen wir und könnten sie uns als unsere Zukunft vorstellen? - Diese Fragen wurden in der Runde
gestellt, die Antworten zusammengetragen.

Danach kam der persönlichere Teil, in dem sich die Mädchen mit ihren Stärken und Schwächen beschäftigten. Jede Teilnehmerin malte ein Plakat mit ihren Stärken und ihren Schwächen. Dabei wurden Stärken wie "Zuverlässigkeit", "Kreativität" und "Fröhlichkeit", aber auch Schwächen

wie "Ungeduld", "Vorlaut sein" und "Unordentlichkeit" genannt. Alle Eigenschaften wurden mit gemalten Symbolen oder Skizzen versehen und so entstanden sehr kreative Plakate, die die Mädchen auch mit nach Hause nahmen.

Das ist mein Traum – typisch Mädchen!? Traumwohnung, Traumurlaub, Traumberuf (von Carmen Fechter):

Die Mädchen haben eine klare Vorstellung von ihrer Zukunft. Für sie ist es selbstverständlich Familie und Beruf in Zukunft miteinander vereinbaren zu können. Fast alle stellen sich ihre Zukunft mit Partner und Kindern vor. Vorbilder sind auch die eigenen Mütter, die Berufstätigkeit und Familie vereinbaren. Träume vom eigenen Haus, schönen Reisen möchten die Mädchen gerne realisieren. Das geht nur mit einem Beruf, in dem auch entsprechend verdient wird. In dem Workshop wurden Verdienstmöglichkeiten von Berufen aufgezeigt, für die sich Mädchen überwiegend interessieren. Dem gegenüber wurden Verdienstmöglichkeiten in der IT-Branche aufgezeigt. Die großen Unterschiede waren den Mädchen so nicht bewusst. Einige von den Mädchen hatten auch die Vorstellung vom Informatiker, der "nur vor seinem Computer sitzt". Mit diesen Vorurteilen wurde im Workshop aufgeräumt.

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