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Was sind eigentlich MINT-Berufe?

MINT - was verbirgt sich dahinter?

Bestimmt hat jeder schon einmal das Wort „MINT" gehört, doch was bedeutet es, was verbirgt sich dahinter? Ist es vielleicht der Name eines Frische-Atem-Bonbons oder eines neuen Erfrischungsgetränks? Nein, „MINT" ist die offizielle Abkürzung für Mathematik, Informatik, Natur- und Ingenieurwissenschaft und Technik. MINT-Schulen sind somit vornehmlich Gymnasien mit einer besonderen Ausprägung in den Bereichen Mathematik, Informatik und Technik sowie in den Natur- und Ingenieurswissenschaften.

Das wir in Deutschland dringend Fachkräfte in den MINT-Berufen benötigen, ist bekannt. Diese Situation wird sich in den kommenden Jahren auch nicht verändern. Durch die demografische Entwicklung wird sich der Bedarf noch weiter erhöhen. Schon jetzt stehen dem Arbeitsmarkt nicht genügend gut ausgebildete Naturwissenschaftler und Ingenieure zur Verfügung.

Bis zum Jahr 2013 werden rund 330.000 Akademikerinnen und Akademiker aus der Wirtschaft in den Ruhestand gehen. Davon sind 70.000 Naturwissenschaftler und 85.000 Ingenieure. Wer sich heute für einen MINT-Beruf entscheidet, hat somit hervorragende Berufsaussichten mit attraktiven Karriere- und Verdienstmöglichkeiten.

In den Schulen muss dazu über neue Lern- und Lehrkultur die Akzeptanz der MINT-Fächer nachhaltig gestärkt werden und das Image dieser MINT-Fächer in der Öffentlichkeit, im Elternhaus und an den Schulen deutlich verbessert werden. Die Qualität unseres Bildungssystems ist enorm wirchtig, denn damit wird die Basis für die wirtschaftliche, soziale und kulturelle Zukunft unseres Landes geschaffen. Schülerinnen und Schüler sollten mehr über den Alltag der Ingenieurberufe erfahren. Dies kann mit einer kontinuierlich altersbezogenen Technikbildung von der Grundschule bis zum Abitur erfolgen.

Für viele talentierte Mädchen sind die MINT-Berufe auch heute noch eine Männerdomäne. Das zeigt die Unterrepräsentanz von Frauen im MINT-Bereich, insbesondere in den Ingenieurwissenschaften, der Informatik und in den technisch-naturwissenschaftlichen Fachrichtungen. In den IT-/MINT-Ausbildungsberufen beträgt der Mädchenanteil ca. 10 % und in den IT-/MINT-Studiengängen sind nur ca. 20 % weibliche Studierende. Um den Frauenanteil in MINT-Berufen deutlich zu erhöhen sind Projekte zur Techniksensibilisierung und vertieften Berufsorientierung mit dem Ziel der Erweiterung des Berufswahlspektrums dringend erforderlich.

Es müssen viele Maßnahmen ergriffen werden, um dem Mangel an Nachwuchs in den MINT-Qualifikationen entgegen zu wirken und die jungen Frauen und Männer müssen erkennen können, dass MINT-Berufe, sei es eine Fachausbildung oder ein Studium, hervorragende Zukunftsaussichten bieten.

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